Navigationssysteme

Navigationssysteme gehören heute zu den absoluten Verkaufsschlagern. Sie wissen immer, wo es langgeht – und führen Autofahrer sicher ans Ziel. Doch mittlerweile können „Navis“ noch mehr –  haben sich zu elektronischen Beifahrern entwickelt. Sie empfehlen Hotels und Restaurants, weisen auf Sehenswürdigkeiten hin und warnen vor Radaranlagen und Staus. Unglaublich, dass die Autohersteller für ein fest eingebautes Navigationssystem oft einen Aufpreis von 1.000 bis 1.500 Euro verlangen. Schließlich bieten viele Elektronikmärkte ein tragbares Gerät schon ab 150 Euro an.

Natürlich hat ein „festes Navi“ einige Vorteile: Die Bildschirme sind meist größer, das Gerät ist via Bordelektronik bedienbar und in Tunneln und Häuserschluchten verliert es seltener die Orientierung. Mobile Navigationssysteme indessen sind nicht nur deutlich preisgünstiger, sondern auch flexibel verwendbar. So lassen sie sich auch im Mietwagen anbringen und als Fußgänger benutzen. Also stehen sie dem fest installierten Wegweiser eigentlich in nichts nach. Der Kauf eines tragbaren Navis ist ein Kampf durch einen dichten Dschungel unzähliger Modelle. Man sollte sich jedoch nicht gleich das günstigste Gerät schnappen, sondern vernünftig aussuchen und daher Einiges beachten. Die immer häufiger werdenden Bildschirme im 4,3-Breitbildformat zum Beispiel bringen keineswegs mehr Übersicht. Sie zeigen am linken und rechten Display-Rand zwar mehr von der Stadt, aber nicht in Fahrtrichtung. Also nehmen sie nur unnötig Platz weg, der bisher übliche 3,5 Zoll-Bildschirm genügt.

Dass die meisten Funktionen der Navigationssysteme über einen Touchscreen (berührungsempfindlichen Bildschirm) gesteuert werden, ist zwar sehr schick und stylish – aber auch gefährlich. „Fragt“ man ihn beispielsweise während der Fahrt nach dem nächsten WC, wird der Blick von der Straße und auf den Bildschirm gelenkt. Besonders praktisch sind daher Funktionsknöpfe, die den Autofahrer direkt zum nächsten Sonderziel leiten. Wer selten mit dem Auto ins Ausland fährt, benötigt auch keine Zusatzausstattung mit Kartendaten für West- oder Gesamteuropa. Alles unnötige Kosten – die bei Navigationssystemen übliche Basis-Ausrüstung „Deutschland/Österreich/Schweiz“ (kurz „DACH“) ist völlig ausreichend.

Sinn machen hingegen die Datenbanken, welche über „Points of Interest“ wie Tankstellen und Restaurants informieren und über die heute jedes mobile Navi verfügt. Die oft integrierten Blitzerwarner jedoch erscheinen nur sinnvoll, denn leider ist ihre Benutzung während der Fahrt strafbar.

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